Der Papst ist wieder frei!

Nach 14 hervorragend besuchten Vorstellungen des Theaterstücks „Der Tag, an dem der Papst gekidnappt wurde“, einer Komödie von João Bethencourt, ist der Papst endlich wieder frei – und die Welt wieder normal.

Das Stück aus dem Jahr 1972 bei dem es um den Frieden in der Welt geht, ist aktueller denn je. Für alle, die es nicht sehen konnten eine kurze Zusammenfassung: Papst Albert IV. hat eine anstrengende Reise durch die USA unternommen. Als er sich in New York unerkannt zwei Tage Ruhepause im Karmeliterkloster gönnen will, verlässt er das Hotel durch den Hinterausgang und setzt sich in ein Taxi. Dieses Taxi gehört ausgerechnet dem Juden Samuel Leibowitz, der durch seinen Ideenreichtum seine Frau und seine Familie schon oft zur Verzweiflung getrieben hat. Nun hat er wieder eine geniale Idee: Er entführt den Papst, aber nicht um Geld, sondern um 24 Stunden Frieden auf der Welt zu erpressen. Dieser Einfall gefällt dem Papst, der sich in der Familie sichtlich wohl fühlt und die Tage seiner Entführung zunehmend genießt, soweit es Polizei und Kardinal O`Hara zulassen. Hausfreund Rabbi Meyer verrät zwar der Polizei den Aufenthaltsort des Papstes; dennoch werden diese zu leidenschaftlichen Schachfreunden, auch über das glückliche Ende der Entführung hinaus, das dank dem Großmut des Papstes herbeigeführt werden kann.

Auch in der letzten Vorstellung war bei den Akteuren Thomas Anheier, Astrid Letsch, Ingo Rutschmann, Martin Witte, Nadine Gräber, Christopher Ibald und Pfarrer Günther Vogel die Begeisterung für dieses Stück zu spüren. So konnte Papst Albert IV. endlich an der verführerischen Salami aus der Speisekammer, in der er eingesperrt wurde, knabbern. Auch die Pistole, die bis jetzt nie geladen war, ging plötzlich los. Ein toller Spaß für die Zuschauer, die das Stück bereits zum zweiten Mal sahen. Trotz der Hitze, die am letzten Vorstellungstag herrschte, zeigte das Team rund um Marion Mülhöfer wieder einmal ganzen Einsatz. Und dieser hat sich für die Bolivienpartnerschaft der Kolpingsfamilie, den Kinderschutzbund Koblenz sowie den Förderverein des Seniorenzentrums Mülheim-Kärlich rentiert. Ca. 10.000 Euro können den genannten Organisationen gespendet werden. Daran haben natürlich auch die Zuschauer ihren Anteil: Ohne sie wäre diese Erfolg nicht zustande gekommen.

Neben vielen Dankesworten an das Team – vor allem an Peter Mülhöfer für das detailreich mit amerikanischen Alltagsgegenständen ausgestattete Bühnenbild – bleibt auch anzumerken, dass Marion Mülhöfer die Regie an Thomas Anheier übergibt. Sie zieht es wieder zurück auf die Bühne. Es bleibt also spannend, in welcher Rolle wir sie im nächsten Jahr sehen werden.

Beitrag und Fotos:
Christian Reif, Öffentlichkeitsarbeit in der Kolpingsfamilie St. Mauritius Kärlich e.V.

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