„Endlich reich (Funny Money)“

Henry Perkins, ein Buchhalter mittleren Alters, verwechselt eines Tages in der U-Bahn seinen Aktenkoffer mit dem eines Fremden. Statt eines halben Schinken-Sandwiches ist er plötzlich im Besitz von 735.000 Pfund, eine unfassbare Überraschung – und das ausgerechnet an seinem Geburtstag. Just erwacht in Henry kriminelle Energie. Er kann der Versuchung des unerwarteten Geldsegens nicht widerstehen und drängt seine Frau Jean, gemeinsam mit ihm und dem Geld die Flucht in den sonnigen Süden anzutreten. Doch der Plan wird undurchführbar, als ein befreundetes Ehepaar zum Geburtstagsessen erscheint und zwei durchaus bestechliche Polizisten sich intensiv für Henry interessieren. Als dann noch der eigentliche Inhaber des Geldes tot in der Themse gefunden und anhand der Papiere in seinem Aktenkoffer als Henry Perkins identifiziert wird, scheinen Henrys Fluchtträume endgültig zu platzen. Bei dem Versuch, das erträumte neue Luxusleben in Barcelona doch noch Realität werden zu lassen, verstrickt sich Henry immer tiefer in ein Netz aus Ausflüchten und Lügen. Dabei schreckt er auch nicht vor dem Erfinden fiktiver Familienangehöriger zurück, um seinen Plan zu vertuschen. Das Chaos findet schließlich seinen vorläufigen Höhepunkt, als ein mysteriöser Gangsterboss vor dem Haus auftaucht, der Anspruch auf den Geldkoffer erhebt…

„Endlich reich (Funny Money)“ ist eine typische Farce aus der Feder des britischen Autors Ray Cooney, der bei der Uraufführung des Theaterstückes in London 1994 auch selbst Regie führte und in der Rolle des Henry Perkins auf der Bühne stand.

Besetzung
Jean Perkins (Astrid Letsch); Henry Perkins (Martin Witte); Bill (Udo Chandoni); Davenport (Detlef Kaffine); Slater (Marcus Kaufmann); Betty Johnson (Marion Polcher); Vic Johnson (Thomas Anheier); Montgomery Parker / Mr. Big (Pfr. Günther Vogel

Regie
Thomas Anheier und Marion Mülhöfer

PORTRÄT RAY COONEY
Quelle: Vertriebsstelle und Verlag Deutscher Bühnenschriftsteller und Bühnenkomponisten GmbH, Norderstedt
Ray Cooney, geboren am 30. Mai 1932 in London, ist einer der erfolgreichsten Komödienautoren unserer Zeit. Cooney, der in London zwischenzeitlich selbst ein Theater leitete, schreibt seine Farcen und Lustspiele aus seiner Erfahrung als Schauspieler und als Regisseur heraus: Mit akribischer, ja mathematischer Genauigkeit kann Cooney absurd erscheinende, aber mit zwingender Logik ablaufende bürgerliche Katastrophen konstruieren, die im atemberaubenden Tempo über die Bühne jagen und die Bühnenfiguren von einer Katastrophe in die nächste, von einer Notlüge in die nächste treiben. Komischer, nervenaufreibender, verrückter sind Komödien selten gewesen. Und erfolgreicher ebenso selten - denn Cooneys Farcen laufen im deutschsprachigen Theater phantastisch - und das Publikum amüsiert sich "wie Bolle".