„Der Trauschein“

Satirische Komödie von Ephraim Kishon

Ephraim Kishons satirische Komödie erzählt den eskalierenden Verlauf eines Ehestreites zwischen Ella und Rudolf Broders. Als Robert Knoll, der Verlobte von Tochter Vicky, vor der geplanten Hochzeit den Trauschein der Brauteltern sehen möchte, gerät die bürgerliche Existenz der Broders mächtig ins Wanken. Nicht genug, dass das Dokument nicht auffindbar ist, auch die jahrelang für selbstverständlich gehaltene Rollenverteilung in der Ehe der Broders wird plötzlich in Frage gestellt. In dieser Krise ist die neugierige und extrovertierte Nachbarin Rosi nicht gerade hilfreich. Die turbulenten Ereignisse spitzen sich zu, als der dynamische „Flunky“ bei den Broders auftaucht, der auch noch ein Auge auf die angehende Braut geworfen hat…

Besetzung
Ella Broders (Marion Mülhöfer); Rudolf Broders (Ingo Rutschmann); Vicky Broders (Astrid Letsch); Robert Knoll (Thomas Anheier); Florian Flöck, „Flunky“ (Martin Witte); Rosi Nies (Elvira Matousek)

Martin Witte, Astrid Letsch, Thomas Anheier,
Elvira Matousek, Ingo Rutschmann, Marion Mülhöfer

Die Inszenierung dieses  Theaterstückes ist zeitlich in die späten 60er und die frühen 70er Jahre angesiedelt worden, in denen die Emanzipation der Frau noch in den Kinderschuhen steckte. Die älteren Zuschauer werden sich gut an diese Zeit erinnern und dem jüngeren Publikum kann vermittelt werden, wie unsere Gesellschaft zu dieser Zeit „tickte“. Unterstrichen wird dies auch mit einer entsprechenden Bühnendekoration, dem zeitgemäßen Mobiliar, den Tapeten usw.!

Diese klassische Komödie ist das weltweit bekannteste Stück Kishons. Die Handlung spielt ursprünglich im Israel Anfang der 1960er Jahre.

Das Stück betrachtet die Quintessenz der Institution Ehe, sowohl mit gewissem Ernst, als auch mit sehr viel Humor. Eine 25-jährige Ehe ist plötzlich von einem Stück Papier namens „Ketuba“ (Trauschein) abhängig. Die philosophische, gesellschaftliche Komödie befasst sich mit der Komplexität der Beziehungen zwischen Ehemann und Ehefrau und nimmt die Institution Ehe als universales Thema unter die Lupe. 1963, als das Stück am Broadway lief, wurde Kishon in einem Interview gefragt, wie er sich den phänomenalen Erfolg des „Trauscheins“ erklärt. „Das Stück handelt vom Leben ganz normaler Menschen – der Familie eines Klempners. Es ist wichtig und sinnvoll, von ganz normalen Menschen zu schreiben, denn Könige und Präsidenten kommen und gehen, der Klempner hingegen bleibt. Dadurch wird er zur wichtigsten Person der Welt“.

Quelle (externer Link): http://www.ephraimkishon.com/#!theaterstcke/cro4 (abgerufen am 06.03.2014)

 

 

 

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