„Drei Männer im Schnee“

Lustspiel von Erich Kästner

Geheimrat Schlüter hat sich aus Jux an einem Preisausschreiben seines eigenen Konzerns beteiligt und als zweiten Preis einen Wintersportaufenthalt in den Bergen gewonnen. Der millionenschwere Schlüter reist inkognito unter dem Namen Naumann, weil er einmal erleben möchte, wie es einem armen Schlucker von Preisträger in einem Hotel ergeht. Obschon von Schlüters Tochter rechtzeitig gewarnt, empfängt die Hoteldirektion infolge eines Missverständnisses den Falschen als Millionär: den tatsächlich mittellosen Gewinner des ersten Preises. Da wimmelt es plötzlich von falschen Identitäten und Namen, und die Missverständnisse überkugeln sich geradezu. Aus dem greuergebenen Diener Johann wird ein steinreicher Schifffahrtslinienbesitzer, dem Dinge zugemutet werden, die die Grenzen des Möglichen beinahe übersteigen; der wirklich arme Werbefachmann Dr. Hagedorn gelangt zu „Ruhm und Ehren“ und versteht überhaupt nichts mehr; die Hausdame des Millionärs kommt aus ihren Zuständen gar nicht mehr heraus, und die Tochter des Hauses erfährt die Liebe auf den ersten Blick. Erst nach vielen turbulenten Ereignissen finden alle Beteiligten sich und ihre Identität wieder und haben allen Grund, Verschiedenes zu feiern. Nur zwei Leute machen eine bitterböse Erfahrung: die arrogante und selbstsichere Hoteldirektorin Kühne und ihr Portier Jeschke, die sich durch den äußeren Schein trügen ließen.

Besetzung
Geheimrat Schlüter (Hermann Emmerich); Hertha, die Tochter (Claudia Stock); Frau Mensing, die Hausdame (Monika Degen); Johann Seidelbast, der Diener (Patrick Acher); Dr. Georg Hagedorn (Thomas Brockhoff ); Frau Kühne, Hoteldirektorin (Gabi Stock); Martin Jeschke, Hotelportier (Thomas Britz): Frau von Haller (Heidrun Gräf); Baron Rähnitz (Thomas Anheier); Ein Schneider (Joachim Stock); Ein Kellner (Jörg Brockhoff); Zwei Gäste (Susanne Ihrlich und Joachim Stock)

Hermann Emmerich, Patrick Acher, Thomas Brockhoff

Dieses märchenhafte und im Grunde so wahrhaft menschliche Geschehen wird von Erich Kästner mit köstlichem Humor erzählt und dramatisiert.

Das Stück, das Kästner als „Das lebenslängliche Kind“ unter dem Pseudonym Robert Neuner verfaßte, spielt in den 50er Jahren. Bekannter als das Lustspiel ist sein Roman „Drei Männer im Schnee“, zu dessen Verfilmung Kästner selbst das Drehbuch schrieb.

Das ursprünglich aus vier Akten bestehende Lustspiel wurde dramaturgisch zu fünf Akten umgearbeitet, wobei die Verfilmung des Romans Orientierung war.

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