„Frühling im September“

Komödie von Marcel Mithois

Valentine Matignon ist eine verwitwete Mittvierzigerin und Karrierefrau, die als berühmteste „Nase“ von Paris die ausgefallenen Parfüms für die Haute Couture kreiert. Ihrem Privatleben jedoch haftet der einförmige Geruch der Routine an: Karriere gefestigt und dreimal wöchentlich ein Treffen mit ihrem Liebhaber Gérard, und das schon seit 15 Jahren. Als Gérard wieder mal ein Treffen absagt, schickt er ihr per Fleurop einen Blumenstrauß, den Patrick, der Inhaber eines Blumengeschäfts, überreicht. Mit der Hartnäckigkeit einer Klette umgarnt der um 20 Jahre jüngere Patrick Valentine, die ihm letztlich nicht widerstehen kann. Valentines Routine-Dasein gerät nun jäh aus den Fugen. Gérard, Valentines Chef Camarec und ihre Haushälterin Elaine sorgen für konfliktreiche Turbulenzen. Valentine beklagt eine machohafte Verständnislosigkeit, „den sturen Standpunkt: ein Mann – auch wenn er die vierzig schon längst überschritten hat – darf sich ein junges Mädchen leisten, wohingegen einer Frau, die die vierzig gerade so erreicht hat, ein junger Mann verboten ist.“

Besetzung
Valentine Matignon (Astrid Letsch); Patrick Croisset (Alexander Mäurer); Elaine (Birgit Müller); Jean Carmarec (Ingo Rutschmann); Gérard Lenotre (Michael Müller); Jérôme Matignon (Sebastian Mäurer); Brigitte Montillier (Julia Zinndorf)

Ingo Rutschmann, Astrid Letsch

Marcel Mithois zelebriert in seiner Komödie einen pikanten, fast schon frivolen Beziehungsreigen: Liebe jenseits der bürgerlichen Moral, Liebe, die sich nicht mehr „gesellschaftskonform“ an den Verhaltenskodex hält. Die Begehrlichkeit nach jungen schönen Menschen gab es schon immer. Aber sie wird mittlerweile zunehmend zu einem Selbstverständnis bei Frauen, das zu tun, was Männer jahrhundertelang auch getan haben.

 

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